8 Gesangsquartette, JWV 26 (Josef Rheinberger)

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  • (Posted 2017-10-20)   CPDL #46873:   
Editor: Alexander Reuter (submitted 2017-10-20).   Score information: A4, 12 pages, 229 kB   Copyright: CC BY NC
Edition notes: Edited from holograph manuscript BSB Mus.ms. 6397

General Information

Title: 8 Gesangsquartette, JWV 26
Composer: Josef Rheinberger
Lyricist: J. Kochcreate page

Number of voices: 4vv   Voicings: SATB or TTBB
Genre: SecularPartsong

Language: German
Instruments: A cappella

Published: 2017

Description:

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Original text and translations

German.png German text

1. Trüber Verlust
Was weinst du dir das Aug' so rot,
du schöner, armer Knabe?
Ist dir die Mutter geblieben fort?
Liegt der Vater im Grabe?
Nicht wein' ich um die Mutter mein,
nicht liegt der Vater im Grabe:
Das Mägdelein, das Mägdelein,
das liegt im schwarzen Totenschrein,
das ich geliebet habe!
Du armer, armer Knabe!


2. Mailied
Grpner wird die Au,
und der Himmel blau,
Schwalben kehren wieder,
und die Erstlingslieder
kleiner Vögelein zwitschern
durch den Hain.


3. Glockentöne
Durch die kühle Morgenluft
hoch vom Turm die Glocke ruft:
Wachet auf, ihr Brüder,
sinket auf die Knie nieder
danket ihm der Ruh der Nacht,
der als Vater hat gewacht!

Und die Glockentürme wieder
laut und froh erschallen Lieder,
Und ein Brautzug Paar an Paar
eilet fröhlich zum Altar,
denn sie schallen Weite
kündet Freude ihr Geläute


4. Wehmut
Die Liebe hat gelogen,
Die Sorge lastet schwer,
Betrogen, ach! betrogen
Hat alles mich umher!

Es rinnen heiße Tropfen
Die Wangen stets herab,
Laß ab, mein Herz, zu klopfen,
Du armes Herz, laß ab!


5. Sehnsucht
Dein Bildnis wunderselig
hab ich im Herzensgrund,
das sieht so frisch und fröhlich
mich an zu jeder Stund.

Mein Herz still in sich singet
ein altes schönes Lied,
das in die Luft sich schwinget
und eilig zu dir zieht.

O möcht das Lied dir klingen
der Sehnsucht tiefen Schmerz,
o möcht es dir sagen,
wie du bewegt mein Herz.


6. Childe Harold
Eine starke, schwarze Barke
Segelt trauervoll dahin.
Die vermummten und verstummten
Leichenhüter sitzen drin.

Toter Dichter, stille liegt er,
Mit entblößtem Angesicht;
Seine blauen Augen schauen
Immer noch zum Himmelslicht.

Aus der Tiefe klingt's, als riefe
Eine kranke Nixenbraut,
Und die Wellen, sie zerschellen
An dem Kahn, wie Klagelaut.


7. Das Alphorn
Ein Alphorn hör' ich schallen,
Das mich von hinnen ruft,
Tönt es aus wald'gen Hallen?
Tönt es aus blauer Luft?
Tönt es von Bergeshöhe,
Aus blumenreichem Tal?
Wo ich nur steh' und gehe,
Hör' ich's in süßer Qual.

Bei Spiel und frohem Reigen,
Einsam mit mir allein,
Tönt's ohne je zu schweigen,
Tönt tief ins Herz hinein.
Noch nie hab' ich gefunden
Den Ort, woher es schallt,
Und nimmer wird gesunden
Dies Herz, bis es verhallt.


8. Kanon
Noch hält der Frost im Lande
die duft'ge Blumenwelt,
doch du bist auferstanden
aus ödem Totenfeld!
Dein Glockenspiel und Läuten,
sollt' ich es nicht versteh'n?
dein hohes stilles deuten
verkündigt:Aufersteh'n!