Fünf Lieder für vierstimmigen Männerchor, Op. 41 (Johannes Brahms)

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  • (Posted 2016-12-13)   CPDL #42287:   
Contributor: Joshua Lawlor (submitted 2016-12-13).  Score information: Letter, 9 pages, 1.14 MB   Copyright: Public Domain
Edition notes: Scan of Eusebius Mandyczewski edition from Sämtliche Werke, Band 21

General Information

Title: Fünf Lieder für vierstimmigen Männerchor
Composer: Johannes Brahms
Lyricist: Carl Lemckecreate page (No. 1 is traditional)

Number of voices: 4vv   Voicing: TTBB
Genre: SecularLied

Language: German
Instruments: A cappella

Published: 1867

Description: Five strophic or modified strophic songs for male chorus.

External websites: Fünf Lieder für vierstimmigen Männerchor, Op. 41 (Johannes Brahms) at the Petrucci Music Library (IMSLP)

Original text and translations

German.png German text

I.
Ich schwing mein Horn ins Jammertal,
mein Freud ist mir verschwunden,
ich hab gejagt, muß abelahn,
Das Wild lauft vor den Hunden.
Ein edel Tier in diesem Feld
hatt ich mir auserkoren,
das schied von mir als ich es spür,
mein Jagen ist verloren.

II.
Freiwillige her!
Von der Memel bis zum Rhein,
von den Alpen bis zum Meer,
Freiwillige her!
Schwarz, Rot, Gold ist das Panier,
für dich, Deutschland, kämpfen wir!
Freiwillige her!

Freiwillige her!
Duldet ihr der Feinde Spott?
Ist der Fluch noch nicht zu schwer?
Freiwillige her!
Dänen, Welsche, wer es sei,
nieder fremde Tyrannei!
Freiwillige her!

Freiwillige her!
Durch das Volk da braust der Sturm:
Einig! Keine Trennung mehr!
Freiwillige her!
Einig! ruft's im Schlachtenrot!
Deutsches Volk, Sieg oder Tod!
Freiwillige her!

III.
Was freut einen alten Soldaten?
Drei Salven über sein Grab.
Die geben die Kameraden,
die Musketen werden geladen,
senkt man den Sarg hinab.

Du Bruderherz, den wir tragen,
du freust dich wohl zur Stund;
dass tapfer du einst geschlagen,
die lauten Musketen es sagen
mit ihrem Eisenmund.

Du Bruderherz, den wir tragen,
bestell mir nun Quartier;
wir haben zusammen geschlagen,
bald werden sie mich auch tragen,
Kamerad, bald folg ich dir.

IV.
Jetzt hab ich schon zwei Jahre lang
in der verdammten Ki, Ko, Ka,
in der Kasern zu legen.
Nun schlage doch der Teufel drein,
Kasernsoldat will ich nicht sein!
R.:
Korporal, Sergeant,
Hauptmann, Oberstleutnant,
wir Soldaten wollen marschieren.

Es wird uns ja die Zeit so lang
in der verdammten Ki, Ko, Ka,
in der Kasern zu liegen.
Des Abends, schon um halber neun,
da ist mein Mädel ganz allein.
R.
V.
Gebt acht! Gebt acht!
Es harrt der Feind,
der schlimm es meint,
ihr Brüder wacht!
Im Westen, Süden, im Osten, Nord
sind wir uns selbst der einz'ge Hort,
gebt acht!

Gebt acht! Seid fest
in aller Not
Bis in den Tod!
Gott nicht verläßt,
Wer treu für Recht und Wahrheit ficht,
In Ehr und Vaterlandes Pflicht.
Gebt acht!

Gebt acht! Es tagt,
zum Kampf bereit
mit Schwert und Kleid
seid unverzagt!
Und ob der Feind wie Meeressand,
wir retten doch das Vaterland!
Gebt acht!