Musica Divina Vol. I (Carl Proske)

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Musica Divina Vol. I title page

General information

Title: Musica Divina Volume I. Liber missarum. (Masses for 4 voices)

Editors / Compilers: Carl Proske

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredMass

Language: Latin
Instruments: A cappella

Publication date and place: Regensburg: Friedrich Pustet, 1853

Description:

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Contents

Title Composer
I-001 "Missa Brevis" "Giovanni Pierluigi da Palestrina"
I-002 "Missa Iste Confessor" "Giovanni Pierluigi da Palestrina"
I-003 "Missa Dies sanctificatus" "Giovanni Pierluigi da Palestrina"
I-004 "Missa Octavi toni" "Orlando di Lasso"
I-005 "Missa ad imitationem moduli: Puisque j'ay perdu" "Orlando di Lasso"
I-006 "Missa Quarti toni" "Tomás Luis de Victoria"
I-007 "Missa brevis quatuor vocum" "Andrea Gabrieli"
I-008 "Missa Dixit Maria" "Hans Leo Hassler"
I-009 "Missa In nativitate Domini nostri Jesu Christi" "Giuseppe Pitoni"
I-010 "Missa (#2 in Denkmäler Deutscher Tonkunst, Band 60)" "Antonio Lotti"
I-011 "Missa pro Defunctis (quatuor vocibus paribus concinenda)" "Giovanni Matteo Asola"
I-012 "Missa pro Defunctis" "Giuseppe Pitoni"

Aus den Bemerkungen und Erläuterungen

Die in in vorliegendem Bande enthaltenen Messen sind nach Originalien, welche der Herausgeber grösstentheils selbst besitzt, zum Theil aus anderen Archiven benutzt hat, von ihm sorgfältig und vollständig in Partitur gebracht und in mehreren Fällen, namentlich bei den Messen Palestrina's, nach Varianten verschiedener Ausgaben berichtigt worden. Sie behaupten insgesammt einen sehr hohen Kunstwerth und sind mit besonderer Rücksicht auf Fasslichkeit, Ausführbarkeit und Wirkung gewählt worden, welche selbst von solchen Chören zu erreichen ist, denen Uebung und höhere Vorbildung für diese Musikgattung noch fremd geblieben, oder welche auf schwächere Stimmenbesetzung beschränkt sind; obschon bei der inneren Grösse und Erhabenheit der Werke auch eine sehr zahlreiche Besetzung der Stimmen gerechfertigt bleibt.

In Rücksicht auf Kürze der Messen oder Leichtigkeit der Ausführung dürfte etwa nachstehende Ordnung zu beachten seyn.

Die Nummern IX. IV. X sind offenbar die einfacheren und leichteren; V. VI. VII. VIII. und XI bieten grössere Schwierigkeiten dar; I. II. III. und XII sind die schwierigsten und können nur durch die sorgfältigste Uebung und ganz gelungene Ausführung zu richtiger Wirkung gelangen. Namentlich gilt dieses von den Compositionen Palestrina's, deren Behandlung weniger durch äussere Technik, als durch die in ihnen gelegene sublime Auffassung und Ausdrucksweise erschwert ist.

Die in älteren Compositionsformen der Figuralmesse üblichen Abtheilungen werden entweder vom vereinten Chor, oder von Einzelnstimmen, oder vom getheilten Chor vorgetragen. In den Bereich des vereinten Chors gehören in der Regel: die beiden Kyrie; das ganze Gloria, wenn nicht mehrere Zwischenabtheilungen vorkommen; die Eingangs- und Schlusschöre des Credo; das Sanctus nebst Osanna, und das Agnus Dei. Zu solomässiger Behandlung eignen sich jene Abtheilungen, welche von den Componisten selbst als Duo (Duûm), Trio (Trium, Tribus Vocibus), Quatuor (Quatuor Vocibus) etc. bezeichnet sind, oder aus deren Charakter auch ohne solche Ueberschrift eine ähnliche Darstellungsweise hervorgeht. Hierzu geeignete Sätze sind: das Christe; bisweilen vorkommende Zwischensätze des Gloria; das Crucifixus, nebst anderen inmitten des Credo befindlichen Unterabtheilungen; endlich das Benedictus, in einigen Fällen auch das Pleni. Wenn alle oder mehrere dieser Sätze unausgeschieden bleiben, wie diess in kurzen, currenten Compositionen der Fall ist, so fällt auch die solomässige Behandlung weg. Der getheilte Chor wird nach Ermessen des Dirigenten entweder bei ganzen Abtheilungen oder enger begränzten Modulationen anzuwenden seyn, wo es zur Abwechslung, Schattirung und Belebung des Ganzen dienlich ist. Auch kann zur Unterstützung solomässiger Sätze eine Verdoppelung der Stimmen passend seyn.