Von Gnad und recht soll singen, SWV 199 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2017-09-20)   CPDL #46406:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-20).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Von Gnad und recht soll singen, SWV 199
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 101
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 101
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 101
Description: Psalm 101 from the Becker Psalter.

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Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 101.

German.png German text

1  Von Gnad und Recht soll singen
mein Mund ein schönes Lied,
Herr Gott, laß wohl gelingen,
dein Lob verschweig ich nit,
fürsichtig ich mein Sachen führ,
geh redlich um mit allen,
die zu gehören mir.

2  In meinem Haus ich wandel
treulich und ohn Gefähr,
nehm mir vor keinen Handel,
der Gott zuwider wär,
der Übertreter Feind bin ich,
laß den nicht bei mir bleiben,
der Gottes Wort vernicht.

3  Den Bösen ich nicht leide,
er muß weichen von mir,
verkehrtes Herz ich meide,
das abweicht, Herr, von dir,
wer sein Nächsten mit falschem Mund
und gift'ger Zung verleumdet,
den vertilg ich zur Stund.

 

4  Die sich so stolz gebärden
und tragen hohen Mut,
der'r Freund kann ich nicht werden,
sie hans bei mir nicht gut,
mein Augen sehen mit Begier
nach treuen Leut'n im Lande,
daß sie wohnen bei mir.

5  Die mir solln an der Seite
in meinem Dienste stehn,
müssen sein fromme Leute,
die mit Wahrheit umgehn,
am Hof leid ich kein falschen Mann,
sie können nicht gedeihen,
die mit Lügen bestahn.

6  Die, so das Recht verkehren,
bei mir nicht werden alt,
Götzendienst, falsche Lehre
vertilg ich alsobald,
damit ins Herren Stadt und Land
gottlose Übeltäter
nicht kriegen Oberhand.