Jauchzet Gott, all Lande sehr, SWV 163 (Heinrich Schütz)

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Original pitch:
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 1 page, 49 kB   
1661 Version: (MS (OS)       Score information: A4, 1 page, 28 kB   
Transposed down a major second:
1628 Version: (MS) (OS)   Score information: A4, 1 page, 60 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-10-05).   Score information: A4, 1 page   Copyright: CPDL
Edition notes:
  • (Posted 2017-08-29)   CPDL #46123:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-08-29).   Score information: A4, 1 page, 33 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Jauchzet Gott, all Lande sehr, SWV 163
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 66
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 66
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 65
Description: Psalm 66 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 66.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Jauchzet Gott, alle Lande sehr,
Lobsingt und gebt seim Namen Ehr,
Rühmt ihn herrlich, sprecht zu Gott:
Herr, du hilfst uns aus aller Not.

2  Wie wunderlich sind deine Werk,
Für deiner großen Macht und Stärk
Den Feinden muss zurücke gahn
Alles, was sie nur fahen an.

3  Es bete dich an alle Land,
Auf dass dein Ehre werd bekannt,
Alles lobsinge dir allein
Und preis die göttlich Ehre dein.

4  Kommt her und schauet fleißig an
Die großen Werk, die Gott getan,
Mächtig groß deine Wunder sind,
Davon zeugen die Menschenkind.

5  Ins Trocken er verwandelt hat
Das Rote Meer zum richtign Pfad,
Dass sein Volk trocken ging durchhin,
Des freuen wir uns hoch in ihm.

6  Ewig herrscht er durch seine Macht,
Der Leute Tun hat er in acht,
Der Abtrünnig kommt nicht zum Stand,
Er geht zugrund mit Spott und Schand.

7  Ihr Völker, lobet unsern Gott,
Sein Ruhm erschall an allem Ort,
Denn er bewahrt uns Leib und Seel
Und unsern Fuß für Ungefäll.

8  Herr Gott, du hast uns wohl probiert,
Wie das Silber geläutert wird,
In Turm du uns geworfen hast
Und uns belegt mit schwerer Last.


 

9  Du hast zum Haupt uns wachsen lan,
Die, so uns Herzleid angetan,
Aus Wasser- und aus Feuersnot
Halfst du uns aus, du treuer Gott.

10  Drum will ich gehen in dein Haus,
Den Gottesdienst zu richten aus
Und zahlen dir die Glübde mein
Mit Opfer, so dir gfällig sein.

11  Was ich geredt mit meinem Mund
Und Gott gelobet zu der Stund,
Da ich in Angst und Nöten war,
Das will ich leisten offenbar.

12  Brandopfer von Fett und von Mark,
Von Widdern, Böcken, Rindern stark
Will ich bringen auf dein Altar
Und dich, Herr, loben immerdar.

13 Kommt her, hört zu mit willigm Mut,
All die ihr Gott recht fürchten tut,
Ich will euch gründlich zeigen an,
Was Gott an meiner Seel getan.

14  Ich rief zu Gott von Herzen Grund,
Mein Zung sein Ruhm und Lob macht kund,
Wär mein Herz nicht richtig für ihm,
So hört er nicht meins Flehens Stimm.

15  Gott hat mein Seufzen wohl erhört
Und mir mein Bitt in Gnad gewährt,
Lob und Dank sag ich ihm dafür,
Dass er sein Gnad nicht wendt von mir.

German.png German text

Original spelling:
1  Jauchtzet Gott/ alle Lande ſehr/
Lobſingt und gebt ſeim Namen Ehr/
Rühmt ihn herrlich/ ſprecht zu Gott/
Herr du hilfſt uns aus aller Noth.

2  Wie wünderlich ſind deine Werck/
Für deiner groſſen Macht und Stärck/
Den Feinden muß zurücke gahn
Alles/ was ſie nur fahen an.

3  Es bete dich an alle Land/
Auff daß dein Ehre werd bekant/
Alles lobſinge dir allein
Und preiß die göttlich Ehre dein.

4  Kompt her und ſchauet fleißig an
Die groſſen Werck die Gott gethan/
Mächtig groß deine Wunder ſind/
Davon zeugen die Menſchenkind.

5  Ins Trocken er verwandelt hat
Das Rothe Meer zum richtign Pfad/
Daß ſein Volck trocken gieng durchhin/
Des freuen wir uns hoch in ihm.

6  Ewig herrſcht er durch ſeine Macht/
Der Leute Thun hat er in acht/
Der Abtrünnig kömpt nicht zum Stand/
Er geht zugrund mit Spott und Schand.

7  Ihr Völcker/ lobet unſern GOtt/
Sein Ruhm erſchall an allem Ort/
Denn er bewahrt uns Leib und Seel
Und unſern Fuß für Ungefell.

8  HErr GOtt/ du haſt uns wohl probirt/
Wie das Silber geleutert wird/
In Thurm du uns geworffen haſt
Und uns belegt mit ſchwerer Laſt.


 

9  Du haſt zum Häupt uns wachſen lan/
Die/ ſo uns Hertzleid angethan/
Aus Waſſer und aus Fewersnoth
Halfſtu uns aus du trewer Gott.

10  Drumb will ich gehen in dein Haus/
Den Gottesdinſt zu richten aus
Und zahlen dir die Glübde mein
Mit Opffer/ ſo dir gfellig ſeyn.

11  Was ich geredt mit meinem Mund
Und Gott gelobet zu der Stund/
Da ich in Angſt und Nöthen war/
Das will ich leiſten offenbar.

12  Brandopffer von Fett und von Marck/
Von Widdern/ Böcken/ Rindern ſtarck
Wil ich bringen auff dein Altar
Und dich HErr loben immerdar.

13  Kompt her/ hört zu mit willigm Muth
All/ die ihr Gott recht fürchten thut/
Ich wil euch gründlich zeigen an/
Was Gott an meiner Seel gethan.

14  Ich rieff zu Gott von Hertzen Grund/
Mein Zung ſein Ruhm und Lob macht kund/
Wär mein Hertz nicht richtig für ihm/
So hört er nicht meins Flehens Stimm.

15  Gott hat mein Seufftzen wol erhört
Und mir mein Bitt in Gnad gewärt/
Lob und Danck ſag ich ihm dafür/
Daß er ſein Gnad nicht wend von mir.