Sprich nicht, schöns Lieb / Ein Wort von dir (Melchior Franck)

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  • (Posted 2016-01-31)   CPDL #38383:       
Editor: Ulrich Alpers (submitted 2016-01-31).   Score information: A4, 4 pages, 31 kB   Copyright: CC BY SA
Edition notes: MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Sprich nicht, schöns Lieb / Ein Wort von dir
Composer: Melchior Franck
Lyricist:

Number of voices: 4vv   Voicing: SSAT
Genre: SecularMadrigal

Language: German
Instruments: A cappella

First Published: 1603 in Opusculum etlicher Newer und alter Reuterliedlein, no. 21-22.

Description:

External websites: Source: Library of Congress.

Original text and translations

German.png German text

(Jüngling:)
Sprich nicht, schöns Lieb, mich nicht betrüb
mit falscher Lieb,
dieweil allzeit in Lieb und Leid
die Treu ich üb
geg'n dir allein, mein Schätzelein:
Ich kann ohn' dich nicht fröhlich sein.

(Jungfrau:)
Ein Wort von dir so viel bei mir
gilt für und für
wie Edelstein, wenn es könnt sein,
daß ich bei dir
all Sonnenschein möcht täglich sein;
so würd erquickt das Herze mein.

(Jüngling:)
Ich weiß zwar wohl, was ich tun soll
in diesem Fall,
daß ich zuzeit dich, Schätzlein, meid,
g'schieht nicht ohn Qual,
doch muß es sein, traut's Schätzelein.
Ich aber vergeß nimmer dein.

(Jungfrau:)
Fröhlich bin ich, wenn ich seh dich
hergehn auf mich.
Mein Herz mir dann klopft für und an,
als das nun sich
in Feuers Flamm geg'n dir voran
in Lieb verpflichtet ohne Scham.

(Jüngling:)
Red ich gleich nicht, wenn man es sicht,
mit dir, so g'schicht
dies gleichwohl auch nach Liebesbrauch,
wie ich bericht,
der Schatz ist gut, erfrischt den Mut,
den man was selten brauchen tut.

(Jungfrau:)
Ich glaub es zwar, doch ist fürwahr
ein Tag ein Jahr
bei mir, wenn ich nicht sehe dich,
das nimm wohl wahr.
O edler Hort, hüt dich hinfort,
daß nicht vergeblich sei dein Wort.

(Jüngling:)
Das g'lob ich dir, mein Freud und Zier,
dich für und für
zu lieben stet, beid, früh und spät,
denn je ja mir
nun lange Zeit dein Freundlichkeit
genug probiert. Ich scheid mit Leid.

(Jungfrau:)
Eh stürbe ich, wo nicht an dich
ich hielte mich.
Mein Lieb bei dir stets für und für
vermehret sich.
Denk oft an mich, das bitt ich dich;
dein bin ich tot und lebendig.

(Jüngling:)
Viel langer Nacht, wenn ich betracht,
dein G'stalt mir macht,
wenn ich allein muß schlafen ein,
das nimm in Acht
und laß mich sein der Diener dein.
Wo nicht, so sterb ich g'wiß allein.

(Jungfrau:)
Ach edler Hort, fahr nur so fort,
du bist erhört.
Kein' Zweifel trag, was ich dir sag,
kehr wieder bald
in Liebesg'stalt, mein Aufenthalt,
so wird die Lieb mit Lieb bezahlt.