Ach Mutter, liebste Mutter mein (Melchior Franck)

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  • (Posted 2016-01-31)   CPDL #38365:       
Editor: Ulrich Alpers (submitted 2016-01-31).   Score information: A4, 2 pages, 21 kB   Copyright: CC BY SA
Edition notes: MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Ach Mutter, liebste Mutter mein
Composer: Melchior Franck
Lyricist:

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SecularMadrigal

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1603 in Opusculum etlicher Newer und alter Reuterliedlein, no. 8

Description:

External websites: Source: Library of Congress.

Original text and translations

German.png German text

Ach Mutter, liebste Mutter mein,
sprach sich ein zartes Jungfräulein,
vor Leid kann ich nicht leben.
Wenn ich an die Studenten g'denk,
ihr Schön' mein junges Herze kränkt,
ihn'n hab ich mich ergeben.

Die Mutter sprach: Ach, Töchterlein,
du sollst deshalb nicht traurig sein,
Was soll dir ein Studente?
Ich will dir einen Kaufmann geb'n,
mit dem kannst du in Freuden leb'n,
Studenten sind ohn' Rente.

Das Mägdlein sich nicht lang bedacht,
gar bald sie zu der Mutter sprach:
Eur Rede bringt mir Schmerzen.
D'r Kaufmann soll mich z'frieden lan,
ich will und muß'n Studenten han,
das red ich ganz von Herzen.

Ich acht kein' Reichtum oder Geld,
der Student mir viel baß gefällt,
niemand soll mich abwenden
von der ehrlichen Brüderschaft,
die allenthalb'n wird groß geacht
in allen Land'n und Städten.

Ich bin nimmer gewesen hold
ein'm Pflastertreter und groben Bold,
der da nichts hat gelernet.
Es soll ein frei'r Studente sein,
dem ich vertrau die Ehre mein,
der etwas hat studieret.

Studenten Weis' gefällt mir wohl
denn sie sind aller Ehren voll,
mit Zucht sind sie gezieret.
Daneben sie viel Tugend han
und übertreffen manchen Mann,
den Ruhm muß man ihn'n geben.

Ach wenn sie komm'n spazier'n daher,
so leucht'n sie wie der Morgenstern,
wem tun sie doch nicht g'fallen.
Wem ist nicht lieb ihr Lautenschlan,
wenn sie daher modieren gahn
mit Saitenspiel und Schalle.

Studenten hab'n allein den Preis,
ihn'n geb ich's Lob mit allem Fleiß,
sie führ'n ein zartes Leben.
Bei den Studenten ist gut sein
mit Worten könn'n sie scherzen fein,
lieblich und freundlich reden.

Ade Kaufmann, zu guter Nacht,
deiner bitt man gar wenig Acht,
mein'r darfst du nicht gewarten.
Frisch auf, ihr von der Feder gut,
nach euch steht all mein Sinn und Mut,
nach euch ich allzeit trachte.