Ich hass die Flattergeister, SWV 222 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-07)  CPDL #59570: 
1661 Version: (MS) (OS)      
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-07).   Score information: A4, 2 pages, 61 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-09-28)  CPDL #46522:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-28).   Score information: A4, 1 page, 35 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Ich hass die Flattergeister, SWV 222
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 119
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 119.6
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 124
Description: Psalm 119, pt 6 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 119.

German.png German text

Modernized spelling:

Samech ס


57  Ich hass die Flattergeister,
Halt ihre Lehr für Greul,
Dein Gsetz liebt mir am meisten,
Es bringt mir Gut und Heil,
Du bist mein Schirm, mein Schild, mein Hort,
Ich hoffe mit Verlangen
Auf dein tröstliches Wort.

58  Ihr boshaftigen Leute,
Weicht von mir weit und fern,
Ich halt zu allen Zeiten
Die Zeugnis meines Herrn,
Dein Wort erhält mich, dass ich leb,
Lass mich zu Schand nicht werden,
Mein Hoffnung mir nicht fehl.

59  Dein heilger Geist mich stärke,
Dass ich genesen kann
Und an dein'n schönen Werken
Mein Lust und Freud mög han,
Du wirst vertilgen ohne Scheu,
Die fehlen deiner Rechte
Mit Lügn und Trügerei.

60  Du wirfst weg die Verkehrten
Wie Schlacken von der Erd,
Drum dein Zeugnis ich ehre,
Halt sie im Herzen wert,
Vor deinem Recht ich mich entsetz,
Vor Angst die Haut mir schauret,
Sorg, dass ich´s nicht verletz.

Ain ע


61  Recht und Gericht allzeiten
Ich fest und treulich halt,
Gib mich, Herr, nicht den Leuten,
Die an mir tun Gewalt,
Für deinen Knecht, Herr, treulich kämpf,
Komm mir zu Trost und Hilfe,
Sonst mich der Stolze dämpft.

62  Sehr sich mein Augen sehnen
Nach deinem Heil bereit,
Mein Herz mit Seufzen stöhnet
Nach deinr Gerechtigkeit,
Du treuer Herr, ob deinem Knecht
Lass deine Gnade walten,
Und lehr mich deine Recht.

63  Dein'n Diener ich mich nenne,
Darum mich unterweis,
Dass ich dich recht erkenne
Und geb dir Ehr und Preis,
Herr, tu dazu, es ist nun Zeit,
Dein Gesetze wird zerrissen,
Drum deine Feind bestreit.

64  Herr, ich bin dein'n Geboten
Von Grund meins Herzens hold,
Mehr denn allen Kleinoden
Von Edlgestein und Gold,
Ich halt mich stracks an dein'n Befehl,
All falsch und irrig Wege
Hasst feindlich meine Seel.

Pe פ


65  Wunderbar über Maßen
Sind, Herr, die Zeugnis dein,
Dein Wort ins Herz ich fasse,
Fest hält´s die Seele mein,
Wenn dein Gebot wird offenbar,
Bringt´s Freud, macht klug und weise
Den, der einfältig war.

66  Dein Rechte ich begehre
Und tu auf meinen Mund,
Mein Herz verlanget sehre
Nach dir zu aller Stund,
Wend dich, nimm mich zu Gnaden an,
Wie du bei denen pflegest,
Die lieben deinen Nam´n.

67  Lass meinen Gang nicht irren,
Leit mich nach deinem Wort,
Damit mich nicht verwirre
Die gottlos Ketzer-Rott,
Von Menschen Frevel mich errett,
So will ich allzeit halten
Dein Zeugnis fest und stet.

68  Herr, lass dein Antlitz leuchten
Über mich, deinen Knecht,
Lehr mich zum Himmelreiche
Durch dein göttliches Recht,
Wenn ich seh, wie`s geht in der Welt,
Viel Tränen ich vergieße,
Dass man dein Wort nicht hält.

German.png German text

Original spelling:

Samech ס


57  Ich haß die Fladdergeiſter/
Halt ihre Lehr für Grewl/
Dein Gſetz liebt mir am meiſten/
Es bringt mir Gut und Heil/
Du biſt mein Schirm/ mein Schild/ mein Hort/
Ich hoffe mit Verlangen
Auf dein tröſtliches Wort.

58  Ihr boßhafftigen Leute/
Weicht von mir weit und fern/
Ich halt zu allen Zeiten
Die Zeugnis meines HErrn/
Dein Wort erhelt mich/ daß ich leb/
Las mich zu Schand nicht werden/
Mein Hoffnung mir nicht fehl.

59  Dein heilger Geiſt mich ſtärcke/
Daß ich geneſen kan
Und an deinn ſchönen Wercken
Mein Luſt und Freud mög han/
Du wirſt vertilgen ohne Scheu/
Die fehlen deiner Rechte
Mit Lügn und Trügerey.

60  Du wirffſt weg die Verkehrten
Wie Schlacken von der Erd/
Drumb dein Zeugnis ich ehre/
Halt ſie im Hertzen wert/
Für deinem Recht ich mich entſetz/
Für Angſt die Haut mir ſchauret/
Sorg/ daß ich´s nicht verletz.

Ain ע


61  Recht und Gericht allzeiten
Ich feſt und treulich halt/
Gib mich HErr nicht den Leuten/
Die an mir thun Gewalt/
Für deinen Knecht/ HErr/ treulich kämpff/
Komm mir zu Troſt und Hülffe/
Sonſt mich der Stolze dämpfft.

62  Sehr ſich mein Augen ſehnen
Nach deinem Heil bereit/
Mein Hertz mit Seuffzen ſtehnet
Nach deinr Gerechtigkeit/
Du treuer HErr/ ob deinem Knecht
Las deine Gnade walten/
Und lehr mich deine Recht.

63  Deinn Diener ich mich nenne/
Darumb mich unterweiß/
Daß ich dich recht erkenne
Und geb dir Ehr und Preiß/
HERR thu darzu/ es iſt nu Zeit/
Dein Geſetze wird zerriſſen/
Drumb deine Feind beſtreit.

64  HErr/ ich bin deinn Geboten
Von Grund meins Hertzen hold/
Mehr denn allen Kleinoten
Von Edlgeſtein und Gold/
Ich halt mich ſtracks an deinn Befehl/
All falſch und irrig Wege
Haſſt feindlich meine Seel.

Pe פ


65  Wunderbar über Maſſen
Sind HErr die Zeugnis dein/
Dein Wort ins Hertz ich faſſe/
Feſt hälts die Seele mein/
Wenn dein Gebot wird offenbar/
Bringt´s Freud/ macht klug und weiſe
Den/ der einfältig war.

66  Dein Rechte ich begehre
Und thu auff meinen Mund/
Mein Hertz verlanget ſehre
Nach dir zu aller Stund/
Wend dich nim mich zu Gnaden an/
Wie du bey denen pflegeſt/
Die lieben deinen Namn.

67  Laß meinen Gang nicht irren/
Leit mich nach deinem Wort/
Damit mich nicht verwirre
Die gottloß Ketzer Rott/
Von Menſchen Frevel mich errett/
So will ich allzeit halten
Dein Zeugnis feſt und ſtet.

68  HErr laß dein Antlitz leuchten
Uber mich deinen Knecht/
Lehr mich zum Himmelreiche
Durch dein göttliches Recht/
Wenn ich ſeh/ wies geht in der Welt/
Viel Thränen ich vergieße/
Daß man dein Wort nicht helt.


German.png German text

Text provided by the Blankenburg edition:
57  Ich haß die Flattergeister, halt ihre Lehr für Greul,
dein G'setz lieb ich am meisten, es bringt mir Gut und Heil.
Du bist mein Schirm, mein Schild, mein Hort, ich hoffe mit Verlangen
auf dein tröstliches Wort.

59  Dein heilger Geist mich stärke, daß ich genesen kann
und an dein schönen Werken mein Lust und Freud mög han.
Du wirst vertilgen ohne Scheu, die fehlen deiner Rechte
mit Lüg'n und Trügerei.

64  Herr, ich bin dein Geboten von Grund mein's Herzens hold,
mehr denn allen Kleinoden von Ed'lgestein und Gold,
ich halt mich fest an dein Befehl, all falsch und irrig Wege
haßt feindlich meine Seel.

65  Wunderbar über Maßen sind. Herr, die Zeugnis dein,
dein Wort ins Herz ich fasse, fest hält's die Seele mein;
wenn dein Gebot wird offenbar, bringts Freud, macht klug und weise
den, der einfältig war.

66  Dein Rechte ich begehre und tu auf meinen Mund,
mein Herz verlanget sehre nach dir zu aller Stund;
wend dich, nimm mich zu Gnaden an, wie du bei denen pflegest,
die lieben deinen Nam'n.

68  Herr, laß dein Antlitz leuchten über mich, deinen Knecht,
lehr mich zum Himmelreiche durch dein göttliches Recht.
Du treuer Herr, ob deinem Knecht laß deine Gnade walten
Und lehr mich deine Recht.